Tariflöhne
Tariflöhne sind vertraglich vereinbarte Mindestlöhne für bestimmte Berufe, beispielsweise in Deutschland. Sie werden alle paar Jahre zwischen den Arbeitnehmern und den Arbeitgebern im sogenannten Arbeitskampf neu ausgehandelt. Da die Löhne durch die tarifliche Fixierung für den Unternehmer nicht mehr verhandelbarer Teil seines Angebots sind, werden Tariflöhne häufig als Ursache für den Verlust der Konkurrenzfähigkeit gegenüber Unternehmen im Ausland genannt (Globalisierung), die nicht an Tariflöhne gebunden sind. Das Problem der Konkurrenz erscheint hierbei als doppeltes Dilemma: Läßt man eine Auflösung der Tarifautonomie zu, so kommt es zu einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen im eigenen Land. Wandern die Aufträge dagegen in ein Land mit niedrigen arbeitsrechtlichen Standards ab, so hat man ebenfalls eine negative Entwicklung befördert. Die Frage ist allerdings, ob die Löhne wirklich eine derart entscheidende Bedeutung im Konkurrenzkampf haben. Qualität, Zuverlässigkeit und eine effektive Unternehmensführung spielen ja auch eine Rolle.